Schamanismus oder was?

Kurz zu meiner Arbeit in den Aus/Fortbildungen und Seminaren. Ich habe einige Anfragen bekommen was die schamanischen bzw Trancereisen betrifft, die zum Ausbildungsinhalt gehören und möchte die Gelegenheit nutzen darauf eingehen, meine Arbeit etwas klarer umreißen.
Das wichtigste zuerst! Ich bin keinen Schamanin und werde einen Deibel tun, mich so zu nennen.
Dieser Ausverkauf des Schamanismus ist etwas, das mich zutiefst befremdet und empört. Schamanen werden von ihrem Volk, ihrem Stamm, ihrer Gemeinde aufgrund ihrer Fähigkeiten gewählt, um dort zu heilen und zu helfen und nicht weil sie schön trommeln können oder nette Kostüme tragen, wie man es bei der Flut an neuen Schamanen vermuten könnte, wenn man deren Bilder im Internet betrachtet…

Schamanismus ist die älteste Heiltradition der Menschheitsgeschichte und reicht vermutlich bis in die Steinzeit zurück. Schamanen und Schamaninnen stehen im Dienste ihrer Gemeinschaften und versuchen, Kraft und Information aus einer Art Parallelwelt, der so genannten nicht-alltäglichen Wirklichkeit (nach Carlos Castaneda), zu holen. Sie übernehmen damit Brückenfunktionen, vermitteln zwischen der Welt der Menschen und jener der Geister. […..]
Traditionell werden SchamanInnen gerufen, wenn wichtige gesellschaftliche Ereignisse zu begleiten sind (Geburt, Wechsel von politischen Funktionen, Heirat, Tod, etc.) oder die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten – wenn Nahrungsknappheit herrscht, Menschen krank werden, Tiere gestohlen werden, Gegenstände verloren gehen, wenn unerklärliche (natürliche, soziale oder ökologische) Phänomene irritieren, oder wenn Verstorbene ihren weiteren Weg nicht eigenständig finden. Schamanen und Schamaninnen nehmen in ihren Gemeinschaften wichtige Funktionen ein, werden respektiert, teils auch gefürchtet, und sind die erste Adresse, wenn eine Lösung mit den üblichen zur Verfügung stehenden Instrumentarien nicht erreicht werden kann.
Quelle FOUNDATION FOR SHAMANIC STUDIES EUROPE

Ich habe zwar einige Ausbildungen in diesem Bereich gemacht und mich ständig weitergebildet aber die oben genannten Funktionen/Tätigkeiten fülle ich nicht aus. Ich nutze jedoch schamanische Techniken, die ich selbst erprobt und als sinnvoll und hilfreich erfahren habe.
Das Reisen in die nichtalltägliche Wirklichkeit – für mich oder andere  – fällt mir leicht, fiel mir immer schon leicht.  Ich habe damit schon als Kind meine Eltern erschreckt. Da hieß es allerdings nicht, oh, wie schön, das Kind macht eine schamanische Reise in eine andere Welt, sondern Achherrjeh, sie ist schon wieder weggetreten. Ich wurde zu Ärzten geschleppt, musste einigen Mist in Krankenhäusern ertragen nur um keine Erklärung zu finden.
Das ganze begann nach einer, wie man so sagt, Nahtoderfahrung bei einer Operation.
Klingt immer sehr spannend, leider habe ich kein Licht gesehen und ich erinnere mich auch nicht an Engel, die mich umschwirrten. Ich weiß nur, es war nett dort wo ich war und ich fühlte mich wohl und angenommen.
Wie gesagt ich war weg und man holte mich zurück. Eine bleibende Erinnerung war der schmerzende Brustkorb, der von den Wiederbelebungsversuchen ziemlich blau gefleckt war. Von da an war ich eine begeisterte Trancereisende. Ich hatte diese Fähigkeit eine lange Zeit vergessen.
Durch mein erstes schamanisches Seminar, das Basiseminar, wurde sie wieder geweckt und seitdem reise ich wann immer ich möchte, wann immer es nötig erscheint.

Langer Rede kurzer Sinn, die Reisen, die ich mache, die ich für andere anbiete und auch die Reisen, die in den Aus/Fortbildungen und Seminaren gemacht werden sind Reisen in Trance also Trancereisen. Für denjenigen, den ich führe, durch die Reise begleite sind diese Reisen weder gefährlich noch gesundheitsschädlich. In meiner Arbeit nutze ich auch Räucherungen und noch ein paar andere Tools  wie zum Beispiel Gebete, alle völlig ungefährlich 🙂

Und die Trommel nutze ich auch!

Herzlichst Anna xo

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