Alle Beiträge von Anna Schüler

Künstlerin Dozentin Coach WORKSHOPS | COACHINGS | AUSBILDUNGEN | SEMINARE Atelier Schmerlingstr. 34 59379 Selm Mail: anna.schueler@gmx.de Fon: 01737077553 www.annaschueler.de

Von Kehmstedt bis Polen

Ich hatte mir vorgenommen unsere Reise in einzelen Kapiteln zu schildern. Meine Ungeduld hält mich davon ebenso ab wie die Zeit, die hurtig fortschreitet und die nächsten Erlebnisse, die schon darauf warten dokumentiert zu werden.
Also geht’s nun in einem Rutsch  bis Polen
Von Kehmstedt aus fuhren wir direkt ans Stettiner Haff. Es war so heiß, das wir uns nach Wind und Wasser sehnten. Wir landeten in Altwarp, einen kleinen Ort ganz oben am Haff und ergatterten mit Mühe noch einen Stellplatz. Die Womo Stellplätze liegen direkt am Hafen und wie man sich denken kann, waren sie gerade bei diesen Temperaturen sehr begehrt. Die Preise sind dort sehr moderat. Nicht nur der Stellplatz war günstig mit seinen 18,00€ für Bus mit 2 Personen + Hunde, incl Strom. Duschen kostet dort 50 cent und man kommt gut damit hin. Auch in dem kleinen Lebensmittelladen im Ort konnte man günstig einkaufen und im Gegensatz zu vielen anderen Orten, die am Meer liegen waren die Preise, zum Beispiel für Brötchen so niedrig  wie bei uns zuhause, im Münsterland, schon lange nicht mehr.
Am Hafen hat man natürlich die Gelegenheit Fischer bei ihrem Tagwerk zu beobachten, man sieht kleine Yachten und Segler und kann vor allem den Wind genießen, der dort ordentlich bläst. Wir haben uns nun nicht dem Irrtum hingegeben, das man hier große Wanderungen unternehmen konnte, es war schlicht zu heiß sobald man vom Wasser weg war. Gelegentliche Spaziergänge mit den Hunden bescherten uns einen kleinen Einblick in Ort und Geschichte, denn an vielen alten und teilweise auch restaurierten Gebäuden gab es Schilder, die über die Geschichte des jeweiligen Hauses informierten. Besonder beeindruckend fanden wir aber die Binnendünnen, eine traumhafte Stille in brütender Hitze zeigte sich dort. Irgendwie romatisch so allein zu sein, mitten im Ort.
Außerdem entdeckten wir kleine Buchten, die menschenleer waren und den wohl schönsten Hundestrand, den ich je gesehen habe.
Klein, in wehendem Schilf versteckt und am offenen Meer. Ein Paradies!
Ich hatte keine Kamera mit und war zu faul zu knipsen, daher nur ein paar Fotos mit Smartphone.

Nch vier Tagen Nichtstun zog es uns weiter, wir wollten endlich nach Polen, dem ursprünglichen Ziel unserer Reise.

Also auf erstmal Richtung Stettin.
Da wir nun nicht so die Städteurlauber sind, gönnten wir uns eine Fahrt durch Stettin, einen Besuch in Stargrad und das war es mit Stadt.

Stargrad besuchten wir an einem Sonntag. Diesmal hatte ich die Kamera dabei. Das Problem war, das überall, in jeder Kirche Gottesdienst war und ich dann keine Fotos mache.
Ich habe mir einen Kirchenbesuch gegönnt während Mann und Manege draußen warten musste und ansonsten ein bisschenKirchen von außen fotografiert. Schade eigentlich, denn diese Kirchen sind auch innen wunderschön!

Eine kleine Kunstschule habe ich auch entdeckt

Uns zog es auf einen Stellplatz.
Wir fanden Camping nr 104 „Miedwie“ Zieleniewo an einem See gelegen, dem Miedwie See. Ein großzüger Naturcampingplatz, von dem aus man duch ein üppiges Waldgebiet direkt zum See konnte. Preiswert, schön  und leer. Durchreisende deutsche Touristen fanden sich kaum. Die paar, die kamen zogen nach der Besichtigung der Sanitäanlagen weiter. Keine Ahnung warum man als erstes die sanitären Einrichtungen besichtigen muss.
Diese waren zwar schon etwas älter aber super sauber. Es gab noch diese Druckspülungen auf den Klos und Duschen mit Handdusche.
Im Gegensatz zu vielen anderen Plätzen, die wir kennen war das Luxus,  denn duschen und Strom waren  im Preis von insgesamt 16,00 Euro pro Nacht incl und man konnte mit richtig heißen Wasser duschen so lange man wollte. Perfekt!
Am See erlebte ich dann das erste Abenteuer. Der Miedwie See ist riesengroß und wird auch intensiv genutzt.
Ich hatte so etwas noch nie gesehen. Der Strand hatte ein endlos lange Promenade, die bestückt war mit vielen Buden und allerlei Spielgeräten für Kinder.
Es gab überall zu essen und zu trinken und viel Musik. Party!
Hüpfburgen, Trampolins, kleine Autos, große Bälle in denen man duch den See rollen konnte und vieles mehr.
Die Vergügungen für die Kinder waren kostenfrei!
In den Waldflächen am See waren Picknickdecken und Grills ausgebreitet. Kraftsportgeräte für die Erwachsenen, kostenlos, mitten im Wald. Und überall fröhliche Menschen und gute Laune. Dazu rote Brause und Bier.
Ich fand es toll, mein Gatte weniger. Gut –  es war laut und für die Hunde Stress aber die Fröhlichkeit war ansteckend.

Auch hier wieder…nicht viele Fotos aber auch so bleibende Erinnerungen.

Es waren allerdings 34 Grad im Schatten, auch Nachts war es heiß und die Hunde sind uns eine Nacht fast kollabiert, wir mussten sie mit feuchten Tüchern zudecken.
Also zog es uns zurück an die Küste.
Davon beim nächsten Mal mehr.

Anna

Ein Reiseblog

 

Ich sitze am Rechner und richte meinen/ unseren neuen Outdoorblog ein. Wir, mein Gatte, seines Zeichens Musiker sowie  – meine Sonne, meine Sterne –  und ich, bildende Künstlerin mit Hang zum geschriebenen Wort sind schon seit Jahren begeistert mit unserem Bus unterwegs.   Immer mit dabei sind  unsere beiden rumänischen Mixe Emma und Jamin.  Zum Wandern kam das Treckingrad dazu und nun noch ein Boot. Aber immer der Reihe nach…..das mit dem Boot kommt später.

Bewegung, Ruhe, viel frische Luft, traumhafte Landschaften und Begegnungen mit netten Menschen ( aber nicht zuviele Menschen) also auch viel Stille bedeuten uns viel.

Ich habe Lust bekommen, all unsere Reisen zu dokumentieren. Die schönen Plätze zu zeigen, die wir finden, die Flüsse usw.
Ich möchte mit unserer letzten Reise beginnen und die einzelnen Stationen aufzeigen.
Unterschiedlich und vielfältig und inspirierend.


Unsere Tour begann mit einem ersten Stop in Kehmstedt, einem kleinen Ort in Thüringen.
Wir hatten uns einige Wochen zuvor das Buch „Landvergnügen gekauft“, in dem sich Adressen von Höfen, Weingütern und ähnlichen Möglichkeiten befinden, auf denen die Übernachtung kostenfrei ist. Meist ist es allerdings gewünscht in  den hofeigenen Läden einzukaufen oder auch zu essen, wenn dort Gaststätten angeliedert sind.
In Kehmstedt war es eine Gärtnerei, auf deren Gelände wir nächtigen konnten. Man war  supernett und legte uns sogar ein Stromkabel über das komplette Gelände.
Es war unerträglich heiß, ein paar Kilometer entfernt hatte schon das erste Feld gebrannt aber die Feuerwehr war schnell und es wurde zügig gelöscht, Wir entschlossen uns trotz des mulmigen Gefühls unsere Nacht dort zu verbringen, gönnten uns in der Hitze einen langen Spaziergang durch den kleinen Ort und kehrten dann in den einzigen Gasthof dort ein, Gasthof zur Linde.  Sehr zu empfehlen, vor allem wenn man richtig hungrig ist!
Das Essen war gut und sehr reichhaltig, ich hab es jedenfalls nicht geschafft.

Hier ein paar Impressionen:
Auf dem Gelände der Gärtnerei gab es übrigens auch ein paar Tiere zu sehen. Ich habe mich direkt in die Puten verliebt, die sanft gurrende Geräusche machen. Es klingt ein bisschen wie Katzenschnurren 🙂
Die Hängebauchschweine haben sich leider immer verdrückt wenn sie die Kamera sahen.

 

Von Kehmstedt aus fuhren wir dann weiter Richtung Stettiner Haff

Davon bald mehr….

Anna