Kreativität ist ein Prozess

Der nichts anderes erfordert als Liebe und Hingabe. Meist ist das leichter gesagt als getan. Wir sind oft blockiert von alltäglichen Dingen. Vom Ängsten, Sorgen und Befürchtungen. Und doch oder gerade deswegen suchen wir eine Möglichkeit uns auszudrücken, das zu zeigen was in uns ist, was uns bewegt. Das geht nicht immer mit Worten, manches braucht einen anderen Kanal. Vielleicht nur, um uns zu entspannen, möglicherweise um unsere Seele zu finden und zu zeigen. Und wenn wir dann versuchen kreativ zu werden, zu Malen, zu Schreiben, erwischen wir uns dabei, wie wir beeinflusst werden. Beeinflusst von Bildern, die wir gesehen haben, Texten, Gedichten, die wir gelesen haben. Und wir suchen unsere eigene kreative Sprache. Wir wollen unsere eigene authentische Handschrift finden. Doch dafür müssen wir den sicheren, den bereits ausgetretenen Pfad verlassen, auf dem wir uns bewegen.
Wir wollen Sicherheit, aber die gibt es nicht. Wir trauen uns nicht zu, wild und frei zu sein. Wir fürchten uns davor, wir selbst zu sein. Wir selbst zu sein, bedeutet uns selbst zu kennen, auch unsere Schatten, unsere vermeintlich dunklen Seiten.
Es bedeutet, auch diese Seiten an uns zu lieben. Liebe und Hingabe sind die Zauberworte. Uns zu lieben und sich dem kreativen Prozess hinzugeben.
In meinen Präsenzkursen habe ich immer wieder genau diese Probleme gesehen und das hat mir geholfen die Lösungen zu entdecken. Und es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie die eigene kreative Kraft sich bei jedem durchsetzt, nachdem man die Unsicherheiten abgelegt hat und sich mutig zu sich bekannt hat. Ich fühle mich in meiner Arbeit manchmal wie eine Schatzgräberin.Ich finde soviel Potenzial, soviel heilige Kreativität, die einmal freigesetzt, jeden Aspekt des Lebens durchdringt.
Augenblicklich ist auch bei mir so eine Situation in der Mut und tiefes Vertrauen in die eigene kreative Kraft erforderlich sind. Je mehr ich spirituell arbeite und erfahre wie stark die heilsame Magie des“Kunstschaffens“wirkt, desto mehr erfährt meine Malerei einen Wechsel. ich empfinde mein Tun als kostbarer als zuvor. Es ist nicht mehr „nur“ Kunst. Es ist mehr. Es erlaubt, es erfordert einen zeremoniellen Beginn, eine bewusstere Herangehensweise. Was sich ändern wird, weiß ich noch nicht, es ist ein Prozess, dem ich mich hingeben muss und will.

Herzlichst Anna

 

 

 

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Tiermedizin – Krafttier Reiher

reiher

Der Reiher gehört nicht zu den Tieren, die mir beim schamanischen Reisen begegnen. Er ist aber mein Begleiter. Ich sehe ihn fast täglich denn er lebt in meinem direkten Umfeld. Ich mag ihn sehr. Er ist ein großer, ein stattlicher Vogel voller Würde. In meinem nächsten Leben will ich ein Reiher sein.
Wenn ich denn da überhaupt mitreden kann….
Würde ich ihn auf einer Reise treffen, ich hätte viele Fragen an ihn. Wie werde ich geduldiger mit mir oder mit anderen wäre eine Frage. Und wie ist es, fast den ganzen Tag nasse Füße zu haben? Wie groß sind die Fische, die man in einem Rutsch herunter bekommt, so als Reiher? Nahrung ist schließlich wichtig aber ob Schlingen so gesund ist? Ich würde ihn fragen wie es ist so hoch am Himmel.
Friedlich segeln muss sehr schön sein. Und was man da alles sieht. Eine Veränderung der Perspektive ist immer gut.  Ich übe mich immer noch in Geduld, keine leichte Übung übrigens. Da kann der Reiher ein guter Lehrmeister sein. Er ist auch ein guter Lehrmeister in Bezug auf das Alleinsein. Nicht Einsamkeit meine ich sondern dieses köstliche Gefühl, mit sich allein zu sein, bei sich, in sich. Der Reiher ist mir sehr nah. Ruhig, der Stille lauschend, den eigenen Gedanken nachspüren. Meinetwegen auch mit nassen Füßen. Manchmal muss man halt Opfer bringen, nur das mit dem Fisch am Stück…?

Herzlichst Anna

Tiermedizin – Krafttier Pferd

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Manchmal reise ich mit meiner Trommel, manchmal auch nicht. Die Verbindung bleibt jedoch, ist immer da. Krafttiere erscheinen und geben Rätsel auf. Überhaupt ist das Krafttier an sich ein Wesen, das in Rätseln spricht. Das macht mir nichts, ich mag Rätsel. Die Überlegungen sind dann mehr oder weniger erfolgreiche Lösungsversuche. Sie lösen Knoten in meinem Hirn. Manchmal auch die im Bauch.
An und für sich ist das Pferd kein rätselhaftes Tier. Es steht für Stärke und Geschwindigkeit. Aber auch für Aufbruch, einen Neubeginn. Altes hinter sich lassen, sich ohne Bedauern verabschieden und den Weg in unbekannte Gefilde wagen. Großreinemachen. Frühjahrsputz. Innenwelten und Außenwelten wollen gereinigt sein. Loslassen und Entrümpeln. Neuausrichten.
Aufsteigen, losreiten, das Pferd übernimmt die Führung und erzählt dir Geschichten. Von der Kraft, der Freiheit und dem Wind in den Haaren. Das Pferd ist ein Zaubersänger, sein Lied berührt und verändert. Es singt das Lied vom Wandern zwischen den Welten. Es führt heim zur wilden Seele und zurück in eine ungebändigte Lebenslust.

 
Herzlichst Anna

Guten Morgen

Morgens gönne ich mir erst mal einen großen Kaffee und eine Zigarette. Viellicht bin ich ja eine der letzten überzeugten RaucherInnen.
Ich genieße es, wenn der Rauch aufsteigt, sich in der Luft hin und her windet und zu kleinen Kräuseln kringelt. Eine Räucherung, eine Zeremonie für mich. Zeremonie gefällt mir besser als Ritual.
Ritual ist so abgenutzt und leer. Kaffee, stark und selbstgedrehte Zigaretten, auch stark. Genieße diese Melange aus bitteren Geschmackstönen.
Bitter mag ich sehr. Süß auch aber bitter ist besser. Ach Pampelmusen…..himmlisch.
Davon gibt es auch morgens eine, frisch ausgepresst. Auch das ist eine kleine Zeremonie. Nicht so das auspressen obwohl es ja dazu gehört. Nachdem die flüssige Kraft in ein Glas umgefüllt wurde wird sie voller Hingabe getrunken. Sonne, Energie, Kraft! Und lecker!

Ich lese auch. Und heute morgen habe ich bei Sabrina Fox ( ja, das ist die mit den Engeln)
eine Übung gefunden, die mir sehr gefällt und die ich zu meinen Aufsteh‘ – wachwerd‘ Zeremonien hinzufügen möchte.

Jeden Morgen, gleich nach dem Aufwachen, umarmen wir uns selbst. Wir erfühlen unseren Körper und bedanken uns dafür, dass wir einen Körper haben. Wir sind eine unendliche Seele, die eine menschliche Erfahrung macht, und wir haben uns diesen Körper – so wie er ist – erschaffen. Und obwohl er uns vielleicht nicht „perfekt“ erscheint (was ist schon perfekt?), ist er perfekt für uns als Seele. Wir umarmen uns so, wie wir unseren besten Freund umarmen. Falls wir es beim Aufwachen vergessen, holen wir es nach, sobald wir uns erinnern.

Herzlichst Anna

 

Grenzen setzen

Eine meiner Malgruppen für Frauen besteht mittlerweile seit 2003. Man kann sich vorstellen, das enge Freundschaften entstanden sind und eine warmherzige und liebevolle Atmosphäre über die Jahre gewachsen ist. Auch neu hinzu kommende Frauen werden sofort herzlich aufgenommen. Ich liebe meine Mädels. Naja, doch eher gestandene Frauen im Alter zwischen 40 und fast 60.
Am letzten Donnerstag kam das Thema “ Grenzen ziehen“ auf den Tisch und wir stellten mal wieder fest, das es nicht immer leicht ist, sich zu positionieren, sich klar abzugrenzen und laut zu sagen “ bis hier und nicht weiter“ . Verhaltensweisen haben sich eingeschliffen. Ein leises Unwohlsein ist schon lange vorhanden aber nie hat man sich getraut doch endlich mal ganz klar NEIN zu sagen.
Manchmal sind es familiäre Konstellationen. Auch im beruflichen Umfeld möchte man natürlich lieber harmonisch unterwegs sein. Dabei kann eine klare Ansage doch deutlich auch die kleinen unterschwelligen Disharmonien auflösen. Doch leider reagiert nicht jeder positiv auf eine klare Äußerung. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, unsere Position zu vertreten, unsere Meinung zu sagen und vor Allem und im Besonderen, uns selbst zu lieben und zu respektieren.
Viel von uns denken, sie seien nicht gut  genug, nicht liebenswert genug und haben überhaupt kein gutes Bild von sich. Da ist es kein Wunder wenn wir versuchen es anderen Recht zu machen und uns nicht trauen NEIN zu sagen, klar und deutlich. Wir wollen doch gefallen, wollen geliebt und respektiert werden.
Aber es funktioniert nicht gut, dieses System.
Wie sollen wir uns geliebt fühlen wenn wir uns selbst nicht lieben? Wie sollen wir uns respektiert fühlen wenn wir uns selbst nicht respektieren?
Es ist wichtig dieses Bild, das wir von uns selber haben zu überdenken, zu überarbeiten, zu übermalen….
Und es zu verändern…..? Ja! Vielleicht oder unbedingt?
Jeder von uns ist BESONDERS, ist EINZIGARTIG!
Wir müssen es nur realisieren! Für uns selber aber auch für die Menschen um uns herum!

In diesem Sinne…. Ich sag‘ ja, meine Bilder sind persönlich 🙂

I’m not your good girl anymore….
80 x  80 cm
Acryl auf Leinwand

Herzlichst Anna