Eins

Wir sind zwei. Wir sind drei. Wir sind alle.
Wir sind EINS!

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Bildquelle Lisa Baird via Pixabay

Herzlichst Anna

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Wilde Frauen

Ich mag dieses Foto sehr, das ich auf Pinterest gefunden habe. Ich würde diese Frau sehr gern treffen. Das Bild erinnert mich an meine Kindheit.
Es gibt schöne und weniger schöne Erinnerungen. Diese ist eine der schönen.
Meine Oma war so eine Frau. Allerdings trug sie ihr langes silbernes Haar geknotet. Sie sah Dinge, sie fand Dinge. Ihre Augen waren auf das gerichtet, was uns umgab. Wir waren viel im Wald und sie zeigte mir was es zu sehen gab, was es zu finden gab. Es umgab uns immer ein Anflug von Zauber, von Magie. von tiefem Glauben. Ihre Stärke war beeindruckend und ihre tiefe Liebe zur Natur und zum Leben.
Wir sammelten Kräuter und Eicheln. Wir gingen auch abseits der Wege weil es dort viel spannender war. Ich fühlte mich sicher und geborgen in den Wäldern. War beschützt und behütet von dem Geist der uns dort umgab. Und wie ich hier so sitze und das schreibe, denke ich – was ein Vermächtnis!

Herzlichst Anna

Tiermedizin – Krafttier Pferd

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Manchmal reise ich mit meiner Trommel, manchmal auch nicht. Die Verbindung bleibt jedoch, ist immer da. Krafttiere erscheinen und geben Rätsel auf. Überhaupt ist das Krafttier an sich ein Wesen, das in Rätseln spricht. Das macht mir nichts, ich mag Rätsel. Die Überlegungen sind dann mehr oder weniger erfolgreiche Lösungsversuche. Sie lösen Knoten in meinem Hirn. Manchmal auch die im Bauch.
An und für sich ist das Pferd kein rätselhaftes Tier. Es steht für Stärke und Geschwindigkeit. Aber auch für Aufbruch, einen Neubeginn. Altes hinter sich lassen, sich ohne Bedauern verabschieden und den Weg in unbekannte Gefilde wagen. Großreinemachen. Frühjahrsputz. Innenwelten und Außenwelten wollen gereinigt sein. Loslassen und Entrümpeln. Neuausrichten.
Aufsteigen, losreiten, das Pferd übernimmt die Führung und erzählt dir Geschichten. Von der Kraft, der Freiheit und dem Wind in den Haaren. Das Pferd ist ein Zaubersänger, sein Lied berührt und verändert. Es singt das Lied vom Wandern zwischen den Welten. Es führt heim zur wilden Seele und zurück in eine ungebändigte Lebenslust.

 
Herzlichst Anna

Guten Morgen

Morgens gönne ich mir erst mal einen großen Kaffee und eine Zigarette. Viellicht bin ich ja eine der letzten überzeugten RaucherInnen.
Ich genieße es, wenn der Rauch aufsteigt, sich in der Luft hin und her windet und zu kleinen Kräuseln kringelt. Eine Räucherung, eine Zeremonie für mich. Zeremonie gefällt mir besser als Ritual.
Ritual ist so abgenutzt und leer. Kaffee, stark und selbstgedrehte Zigaretten, auch stark. Genieße diese Melange aus bitteren Geschmackstönen.
Bitter mag ich sehr. Süß auch aber bitter ist besser. Ach Pampelmusen…..himmlisch.
Davon gibt es auch morgens eine, frisch ausgepresst. Auch das ist eine kleine Zeremonie. Nicht so das auspressen obwohl es ja dazu gehört. Nachdem die flüssige Kraft in ein Glas umgefüllt wurde wird sie voller Hingabe getrunken. Sonne, Energie, Kraft! Und lecker!

Ich lese auch. Und heute morgen habe ich bei Sabrina Fox ( ja, das ist die mit den Engeln)
eine Übung gefunden, die mir sehr gefällt und die ich zu meinen Aufsteh‘ – wachwerd‘ Zeremonien hinzufügen möchte.

Jeden Morgen, gleich nach dem Aufwachen, umarmen wir uns selbst. Wir erfühlen unseren Körper und bedanken uns dafür, dass wir einen Körper haben. Wir sind eine unendliche Seele, die eine menschliche Erfahrung macht, und wir haben uns diesen Körper – so wie er ist – erschaffen. Und obwohl er uns vielleicht nicht „perfekt“ erscheint (was ist schon perfekt?), ist er perfekt für uns als Seele. Wir umarmen uns so, wie wir unseren besten Freund umarmen. Falls wir es beim Aufwachen vergessen, holen wir es nach, sobald wir uns erinnern.

Herzlichst Anna